Zusammengefasst: Im Jahr 2024 weist die landwirtschaftliche Erwerbsbevölkerung in der Wallonie ein Durchschnittsalter von 55 Jahren auf. 17 % der Beschäftigten sind jünger als 41 Jahre, während 52 % älter als 57 Jahre sind, was eine Herausforderung für die Erneuerung darstellt. Junge Menschen arbeiten häufiger im Team (58 %), während „Senioren” die Einzelarbeit bevorzugen (54 %). Der hauptberufliche Status dominiert (66 %), wird aber vor allem von jungen Menschen getragen (80 %), während ältere Menschen sich mehrheitlich für den Nebenerwerb entscheiden (81 %). Schließlich sind generationenübergreifende Vereinigungen nach wie vor wenig verbreitet, insbesondere unter Senioren.
Personalbestand nach Generation
2024 ergab eine Analyse der Verteilung der landwirtschaftlichen Bevölkerung nach Alter Folgendes:
- 17 % der Landwirte sind jünger als 41 Jahre (im Folgenden unter der Bezeichnung „jung“ zusammengefasst), und nur 3 % der wallonischen Bevölkerung sind jünger als 30 Jahre.
- 32 % der landwirtschaftlichen Bevölkerung sind zwischen 41 und 56 Jahre alt.
- 31 % des Personalbestandes sind zwischen 57 und 66 Jahre alt (im Folgenden unter der Bezeichnung „Ende der Laufbahn“ zusammengefasst).
- 21 %der Landwirte sind 67 Jahre und älter (im Folgenden als „Senioren“ bezeichnet).
Das bedeutet, dass in einer 10-Jahres-Projektion mehr als die Hälfte der derzeitigen landwirtschaftlichen Bevölkerung das gesetzliche Pensionsalter erreicht haben wird.
Eigenschaften
- Alter
Das Durchschnittsalter der Landwirte liegt bei 55 Jahren und damit weit über dem der wallonischen Erwerbsbevölkerung, das bei 42 Jahren liegt.
- Einzelarbeit oder Zusammenarbeit
Die Mehrheit der Landwirte übt ihren Beruf allein auf ihrem Betrieb aus. In einer Vereinigung mit drei oder mehr Personen zu arbeiten, ist dagegen nicht sehr häufig und macht 14 % der Situationen aus. Darüber hinaus variieren diese Trends je nach Alter der Landwirte:
- „Junge“ Landwirte arbeiten häufiger in Vereinigungen (58 %): 34 % zu zweit und ein Viertel zu dritt oder mehr. In einem von fünf Fällen arbeiten die „jungen Landwirte“ mit mindestens einem anderen jungen Menschen zusammen, in weniger als einem von zehn Fällen mit einem „Senior“.
- Landwirte am „Ende ihrer Laufbahn“ arbeiten überwiegend allein (52 %). Wenn sie in einer Vereinigung arbeiten, arbeiten 37 % mit mindestens einem jungen Menschen zusammen, während 48 % nur mit „Senioren“ arbeiten.
- Die „Senioren“ arbeiten auch häufiger allein (54 %). Nur 17 % arbeiten mit einer jungen Person zusammen, und 54 % arbeiten ausschließlich mit Personen ab 57 Jahren.
Insgesamt überwiegt nach wie vor die individuelle Arbeit, aber die generationsübergreifende Arbeit wird vor allem von den „Jungen” getragen, während die „Senioren” die Arbeit unter Gleichaltrigen und Arbeitnehmern am Ende ihrer Laufbahn bevorzugen.
- Sozialer Status
Von den Landwirten, deren Status bekannt ist, ließen sich 61 % im Haupterwerb nieder, 34 % im Nebenerwerb und 6 % als mithelfender Ehepartner [AT1] , von denen 95 % „Mitinhaber Ehemann/Ehefrau“ waren. Deutliche Unterschiede zeigen sich in Bezug auf das Alter:
- Die „Jungen“ lassen sich häufiger (80 %) im Haupterwerb nieder, aber nur 1 % entscheidet sich für mithelfende Ehepartner.
- Landwirte am „Ende ihrer Laufbahn“ sind häufig Haupterwerbslandwirte (66 %). Diese Gruppe greift am häufigsten auf den Status des mithelfenden Ehepartners zurück (8 %), obwohl dies nur eine Randerscheinung ist.
- Die „Senioren ” hingegen haben überwiegend den Status Nebenerwerb (81 %), wobei die Pension ihre Haupttätigkeit darstellt.
Der Haupterwerb bleibt zwar die Norm, wird aber vor allem von den „Jungen“ getragen, während die „Senioren“ sich massiv auf den Nebenerwerb verlegen.
- Ausbildungsniveau
Da Hochschulabschlüsse zuvor nicht von der Zahlstelle der Wallonie [OPW] erfasst wurden, liegen diese Informationen nur für 21 % der Landwirte vor. Sie ist für die Gruppen „Ende der Laufbahn“ und „Senioren“ praktisch nicht vorhanden und wird daher für diese Kategorien nicht analysiert. Bei den „Jungen“ hingegen ist die Information für 60 % der Personen in dieser Gruppe bekannt.
Von den „Jungen“ verfügen 37 % über einen qualifizierenden Sekundarschulabschluss. Ein Viertel setzte sein Studium fort, hauptsächlich um einen Bachelorabschluss (17 %) oder seltener einen Masterabschluss (8 %) zu erwerben. Schließlich nahmen 16 % an einer Ausbildung nach der Schule teil.
Anmerkung zur Grafik: Beachten Sie, dass diese Information nur für 60 % der „Jungen“ vorliegt.
Innerhalb der BWA
Innerhalb der professionellen Betriebe zeigt die Altersverteilung deutliche Unterschiede je nach betriebswirtschaftlicher Ausrichtung [BWA], die kontrastierende Praktiken widerspiegeln:
- Die „Jungen“ lassen sich häufiger als andere in der BWA „Sonstige“ nieder, insbesondere in den Sektoren Gartenbau/ Obstbau und Geflügelzucht. Sie sind auch häufig in Betrieben anzutreffen, die auf die Haltung von Milchvieh spezialisiert sind. Die Aufteilung der Landwirte in der Kategorie „Ende der Laufbahn” ähnelt derjenigen der wallonischen Betriebe[CD2] , mit Ausnahme der BWA „Sonstige” und der Rinderzuchtbetriebe, bei denen sich die Anteile umkehren.Die „Senioren“ arbeiten vor allem in Betrieben mit Schwerpunkt Ackerbau, wo der Einsatz von Lohnunternehmen üblich ist, wodurch sie länger aktiv bleiben können. In Betrieben mit Milchviehhaltung sind sie dagegen kaum vertreten. Diese Art der Tierhaltung ist nämlich mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden und die Aufgaben lassen sich nur schwer delegieren, was die Möglichkeit einschränkt, diese Tätigkeit im fortgeschrittenen Alter fortzusetzen.
Diese Unterschiede zeigen, dass die spezifischen Praktiken jeder BWA einen starken Einfluss auf die Altersstruktur haben: Mechanisierbare Systeme, in denen die Vergabe von Unteraufträgen einfacher ist, begünstigen den Verbleib älterer Landwirte, während Tätigkeiten, die einen hohen Arbeitsaufwand erfordern, wie beispielsweise die Milchviehhaltung, den Generationswechsel beschleunigen.