Zusammengefasst: Ausgehend von einem Deckungsbeitrag von etwa 498 €/Rinder-GVE erzielt der auf Fleischrinder spezialisierte Biobetrieb einen Bruttoüberschuss von fast 1.019 €/Rinder-GVE und ein landwirtschaftliches Einkommen von über 39.200 € pro Familienarbeitskräfteeinheit. Nach einer Verbesserung im Jahr 2023 weisen diese Indikatoren im Jahr 2024 aufgrund geringerer Erträge in Verbindung mit leicht steigenden Ausgaben rückläufige Werte auf.

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag spiegelt die Effizienz wider, mit der der Betrieb durch seine zugewiesenen Betriebskosten Erträge erwirtschaftet. 2024 beträgt der Deckungsbeitrag der auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebe 498 €/Rinder-GVE (628 €/Rinder-GVE, Fremdarbeiten nicht in den Kosten enthalten). Dieser Wert liegt leicht über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre von 448 €/Rinder-GVE, ist jedoch gegenüber 2022 und 2023 rückläufig.

Ausgedrückt pro ha LNF beträgt der Deckungsbeitrag 482 €. Zum Vergleich: Der Deckungsbeitrag des durchschnittlichen wallonischen Standardbetriebs liegt 2024 über 1.480 €/ha LNF, also fast dreimal so hoch.

Berechnung der Deckungsbeitrag eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung der Deckungsbeitrag eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung der Deckungsbeitrag eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Prod. =  Erträge

MB = Deckungsbeitrag

Charg. op.  = Operative Kosten

Prod. =  Erträge

MB = Deckungsbeitrag

Charg. op.  = Operative Kosten

Entwicklung der Deckungsbeitrag des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung der Deckungsbeitrag des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung der Deckungsbeitrag des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

 

Bruttoüberschuss

Der Bruttobetriebsüberschuss [BBÜ] ergibt sich aus der Subtraktion der tatsächlichen betrieblichen Kosten (ohne Abschreibungen und Zinsen) von den gesamten Erträgen aus den Tätigkeiten (ohne außerordentliche Erträge) und den wiederkehrenden Beihilfen. Er soll die Bezahlung der Familienarbeitskräfte und die Finanzierung von Investitionen ermöglichen.

Der Bruttoüberschuss des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs erreicht 2024 einen Wert von 1.019 €/Rinder-GVE, praktisch identisch mit dem von 2023. Der Durchschnitt der fünf vorangegangenen Jahre des Bruttoüberschusses dieses Betriebstyps erreicht einen Wert von 854 €/Rinder-GVE.

Die Entwicklung des Bruttobetriebsüberschusses ist sehr ähnlich wie die des Deckungsbeitrags. Bei diesem Betriebstyp ist die relative Bedeutung von Beihilfen und anderen verschiedenen Produkten, darunter Entschädigungen, sehr groß und kann daher die Entwicklung des BBÜ etwas anders beeinflussen als die des Deckungsbeitrags.

Ausgedrückt pro Hektar LNF erreicht der BBÜ einen Wert von 986 €. Zum Vergleich: Dieser Wert entspricht etwa drei Vierteln des durchschnittlichen Bruttoüberschusses des wallonischen Betriebs.

Berechnung des Bruttobetriebsüberschusses eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung des Bruttobetriebsüberschusses eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung des Bruttobetriebsüberschusses eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

MB = Deckungsbeitrag

EBE = Bruttobetriebsüberschuss

MB & Prod. = Deckungsbeitrag  und Erträge

Charg. str. = Strukturelle Kosten

MB = Deckungsbeitrag

EBE = Bruttobetriebsüberschuss

MB & Prod. = Deckungsbeitrag  und Erträge

Charg. str. = Strukturelle Kosten

Entwicklung des Bruttobetriebsüberschusses des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung des Bruttobetriebsüberschusses des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung des Bruttobetriebsüberschusses des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

 

Einnamhem

- Pro Rinder-GVE

Das landwirtschaftliche Einkommen bzw. das Einkommen aus Arbeit und Familienkapital erreicht einen Wert von 718 €/Rinder-GVE. Es handelt sich um die Differenz zwischen einerseits dem Wert aller Erzeugnisse des Betriebs und anderer Erträge (mit Ausnahme von außergewöhnlichen Erzeugnissen: Verkauf von Vermögenswerten usw.) und andererseits allen tatsächlichen Kosten (mit Ausnahme von außergewöhnlichen Kosten). Dieser Betrag dient dazu, die Arbeit der Nicht-Lohnabhängigen, d. h. der Landwirte selbst, und das in den Betrieb investierte Kapital zu entlohnen.

Das Gesamteinkommen aus der Arbeit beläuft sich auf 519 €/Rinder-GVE. Was das Arbeitseinkommen betrifft, so ist es das wirtschaftliche Ergebnis des Betriebs, nachdem alle tatsächlichen Kosten (ohne Arbeitskraft) und die kalkulatorischen Kosten für das vom Landwirt im Betrieb eingesetzte Eigentumskapital (Nettopacht für Eigentumsland, Zinsen für eigenes Betriebskapital) abgedeckt wurden. Bei diesem Einkommen wird also angenommen, dass die Art der Entlohnung der Produktionsfaktoren (Land, Kapital und Arbeit) in allen Betrieben gleich ist. Es wird nicht zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden, nicht danach, ob jemand Eigentümer ist oder nicht, und nicht danach, ob jemand selbstständig oder abhängig beschäftigt ist.

Das landwirtschaftliche Einkommen ist relevanter, wenn es um die individuelle Betriebsführung geht, während das Arbeitseinkommen es ermöglicht, die Betriebe in einen gemeinsamen Vergleichsmaßstab einzuordnen. Das Arbeitseinkommen erleichtert den Vergleich zwischen Betrieben (Pächter oder Eigentümer) und im Zeitverlauf (keine Auswirkungen von schwankenden Zinsen).

Beide Einkommen sind im Vergleich zu 2023 rückläufig, obwohl sie über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegen.

Umgerechnet auf einen Hektar LNF betragen diese Einkommen 695 € und 502 €. Sie machen jeweils 78 % und 71 % der Ergebnisse aller wallonischen Betriebe aus.

Berechnung des Betriebseinkommens eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung des Betriebseinkommens eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

Berechnung des Betriebseinkommens eines auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs im Jahr 2024

EBE = Bruttobetriebsüberschuss

RA = Landwirtschaftliches Einkommen

RT = Einkommender Arbeit

Charg. = Kosten

EBE = Bruttobetriebsüberschuss

RA = Landwirtschaftliches Einkommen

RT = Einkommender Arbeit

Charg. = Kosten

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je Rinder-GVE

 

- Nach Arbeistskräfteeinheit

Für die individuelle Betriebsführung, insbesondere in Bezug auf die Familienarbeitskräfte, ist das landwirtschaftliche Einkommen ein relevanter Indikator. Ihr Wert sollte in der Regel ausreichen, um eine Familienarbeitskräfteeinheit [FAKE] und das von ihr in den Betrieb eingebrachte Kapital zu entlohnen.

Das landwirtschaftliche Einkommen erreicht im Jahr 2024 für den auf Fleischrinder spezialisierten Biobetrieb einen Wert von 39.193 €/FAKE. Dieser Wert liegt zwar über dem Durchschnitt der letzten Jahre von rund 33.750 €/FAKE bleibt aber deutlich hinter dem Wert von 50.650 €/FAKE, die der wallonische Betrieb im Durchschnitt erzielt.

Andererseits ist es auch interessant, das Arbeitseinkommen pro Arbeitskräfteeinheit [AKE] zu bestimmen. Dieser Wert gibt die Fähigkeit des Betriebs an, die angestellten und freiberuflichen Arbeitskräfte zu entlohnen, und bezieht die Entwicklung der Arbeitsleistung der Arbeitskräfte mit ein. Dieses Einkommen entspricht einem Bruttolohn, die Sozialabgaben müssen noch abgezogen werden. Es ermöglicht den Vergleich und die Beobachtung der Entwicklung der Fähigkeit von Betrieben, Arbeitskräfte zu entlohnen, indem sie in vergleichbare Situationen versetzt werden (Eigentümer oder nicht, fester Zinssatz).

2024 erreicht dieses Arbeitseinkommen im Durchschnitt 27.928 €/AKE für den auf Fleischrinder spezialisierten Biobetrieb, besser als der Durchschnitt der vorhergehenden Jahre, aber weit unter dem Arbeitseinkommen des wallonischen Standardbetriebs.

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je AKE (Familie oder insgesamt)

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je AKE (Familie oder insgesamt)

Entwicklung des Bruttobetriebseinkommens des auf Fleischrinder spezialisierten Biobetriebs je AKE (Familie oder insgesamt)