Biologischen Landwirtschaft

Zusammengefasst: In der Wallonie gibt es 2024 1.988 zertifizierte Biobetriebe, das sind 16 % der wallonischen Bauernhöfe. Zusammengenommen macht die biologische Landwirtschaft 12 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Wallonie aus. Mit 45,6 ha ist ihre durchschnittliche Fläche 23 % kleiner als der Durchschnitt aller wallonischen Betriebe. Zertifizierte Biobetriebe sind auch weniger intensiv in Bezug auf den Viehbestand.

Auf Milchvieh spezialisierte Biobetriebe

Zusammengefasst: Im Jahr 2024 bewirtschaftet der typische Bio-Milchviehbetrieb durchschnittlich 75 ha, 13 % mehr als 2010, mit einer Fruchtfolge, die von Futterflächen dominiert wird (91 %), von denen 77 % Dauergrünland sind. Er hält im Durchschnitt 58 Milchkühe, ein Drittel weniger als konventionelle Betriebe, was auf eine extensive Produktionsweise zurückzuführen ist, die den Besatz pro Hektar begrenzt (1,6 Rinder/ha).

Ertäge und Kosten - Milchvieh (Bio)

Zusammengefasst: Im Jahr 2024 sinken die Erträge aus der spezialisierten Milchviehhaltung in Biobetrieben leicht auf 87 € pro 100 Liter produzierter Milch. Gleichzeitig gingen die Gesamtkosten leicht zurück, vor allem der Anteil der Familienarbeitskräfte und die zugewiesenen Betriebskosten. Daher bleibt das Verhältnis zwischen Erträgen und Kosten in etwa auf dem Niveau von 2023 und liegt somit unter 1, was bedeutet, dass diese Art von Betrieb im Jahresdurchschnitt 2024 nicht über ausreichende Erträge verfügt, um alle tatsächlichen und kalkulierten Kosten zu decken.

Rentabilität – Milchvieh (biologisch)

Dieses Faktenblatt befasst sich mit der Rentabilität eines auf Milchvieh spezialisierten Biobetriebs. Im Anschluss an die Darstellung der Erträge und Kosten dieses Betriebs wird die Entwicklung des Bruttogewinns, des Bruttoüberschusses und des Einkommens in einem schrittweisen Verfahren analysiert. Die verwendeten Daten stammen aus dem Buchführungsnetz der Direktion für landwirtschaftliche Wirtschaftsanalyse [DAEA].

Ausgehend von einem Deckungsbeitrag von rund 40,6 €/100 l Milch erzielt der auf Milchrinder spezialisierte Biobetrieb einen Bruttoüberschuss von nahezu 39,9 €/100 l Milch und ein landwirtschaftliches Einkommen von fast 31,5 €/l Milch. Obwohl der Deckungsbeitrag durch die höheren Kosten beeinträchtigt wird, kann sich der Bruttoüberschuss dank höherer Beihilfen und anderer Erträge gut behaupten.

Auf Fleischvieh spezialisierte Biobetriebe

Zusammengefasst: Im Jahr 2024 bewirtschaftet ein typischer ökologischer Fleischrindbetrieb durchschnittlich 71 ha, 5 % mehr als 2010, mit einer Fruchtfolge, die von Futterflächen (86 %) dominiert wird, von denen 75 % Dauergrünland sind. Der Viehbestand umfasst 114 Rinder, darunter 44 Fleischkühe, etwas weniger als der wallonische Durchschnitt, was auf eine extensive Produktionsweise zurückzuführen ist.

Erträge und KostenFleischrinder (bio)

Zusammengefasst: 2024 gehen die Erträge aus der spezialisierten Bio-Rindfleischproduktion leicht zurück, während die tatsächlichen und kalkulierten Kosten steigen. Dadurch bleibt das Verhältnis zwischen Erträgen und Kosten unter 1 und ist im Vergleich zum spezialisierten Bio-Milchviehbetrieb und zum wallonischen Betrieb immer noch rückläufig.

 

Rentabilität der Bio-Fleischrinderhaltung

Zusammengefasst: Ausgehend von einem Deckungsbeitrag von etwa 498 €/Rinder-GVE erzielt der auf Fleischrinder spezialisierte Biobetrieb einen Bruttoüberschuss von fast 1.019 €/Rinder-GVE und ein landwirtschaftliches Einkommen von über 39.200 € pro Familienarbeitskräfteeinheit. Nach einer Verbesserung im Jahr 2023 weisen diese Indikatoren im Jahr 2024 aufgrund geringerer Erträge in Verbindung mit leicht steigenden Ausgaben rückläufige Werte auf.

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