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Das Jahr 2024 im Überblick

2024 erlebte die Wallonie ein außergewöhnlich feuchtes Jahr mit wenig Sonnenschein und überdurchschnittlich hohen Temperaturen, was sich negativ auf die Pflanzenproduktion auswirkte: geringe Erträge bei Getreide, Mais, Rüben und Kartoffeln sowie Verluste bei Obst, während Futter zwar reichlich vorhanden, aber von minderer Qualität war. Die Preise für Feldfrüchte gingen zurück, die Preise für Milch und Rinder stiegen leicht an. Das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen erreicht 888 €/ha, ein Anstieg im Vergleich zu 2023, aber weit entfernt vom Niveau von 2022. Die Struktur der Betriebe bleibt stabil, aber die Spezialisierung auf Ackerbau nimmt zu und der Generationswechsel ist besorgniserregend: 45 % der Betriebe werden von Landwirten im Alter von 57 Jahren und älter geführt. Das Jahr war auch durch den Ausbruch der Blauzungenkrankheit geprägt.

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Das Vergleichseinkommen: neue Methodik

Zwischen 2020 und 2024 erreicht das Einkommen aus landwirtschaftlicher Arbeit in der Wallonie 36.630 € pro Arbeitseinheit, was 71 % des Einkommens eines durchschnittlichen Arbeitnehmers in der Region entspricht. Trotz einer deutlichen Verbesserung seit 2020 bleibt der Abstand zu den anderen Sektoren bestehen. Diese Einkommensschwankungen sind auf die europäische Agrarpolitik und Marktschwankungen zurückzuführen.

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Ein Verhältnis von über 100 % bedeutet ein besseres Einkommen in der Landwirtschaft als in den anderen Sektoren. Ab 2008 hielt der in den nichtlandwirtschaftlichen Sektoren beobachtete Einkommensanstieg in der Landwirtschaft nicht an, sodass das Verhältnis zwischen den beiden Einkommen stark zurückging. Ab den 2020er Jahren verbesserte sich dieses Verhältnis jedoch durch höhere landwirtschaftliche Einkommen. In Flandern ist ein ähnlicher Trend zu beobachten, wenn auch mit einem höheren Verhältnis.