Europäische Politik : Entwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik

Zusammenfassung; Die Gemeinsame Agrarpolitik wurde 1962 ins Leben gerufen, um die Ernährungssouveränität zu gewährleisten und die Landwirtschaft der Mitgliedstaaten zu modernisieren. In ihren Anfängen beruhte sie auf garantierten Preisen, Quoten und massiven Subventionen. Die aufeinanderfolgenden Reformen - Mac Sharry (1992), Agenda 2000, Fischler-Reform (2003) - haben die Marktstützung auf entkoppelte Direktzahlungen verlagert und umweltfreundlichere Praktiken eingeführt. Die Vergrünung tritt 2014 in Kraft und wird durch Öko-Regimes im Jahr 2023, Konvergenz der Zahlungen und Subsidiarität über nationale Strategiepläne verstärkt. Die GAP wird durch den EGFL und den ELER finanziert. Das Budget der GAP sinkt, bleibt aber der größte Posten im EU-Haushalt und verbindet Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und ländliche Entwicklung.

An Betriebe gezahlte Beihilfen

Zusammengefasst: Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik [GAP] im Jahr 2024 ist ein Budget von 319 Mio. € für wallonische landwirtschaftliche Betriebe vorgesehen. Die Beihilfen bleiben im Vergleich zum vorherigen Zeitraum stabil, aber die GAP 2023-2027 mischt die Karten neu: mehr Mittel für junge Landwirte und Umverteilungsprämien, weniger für die Öko-Zahlungen, die in Öko-Regelungen umgewandelt werden. Während der Ackerbau rückläufig ist, erhalten Rinder- und Milchviehbetriebe die größte Unterstützung.

Beihilfen für die ländliche Entwicklung

Zusammenfassung: Die zweite Säule der GAP in der Wallonie unterstützt die Nachhaltigkeit der ländlichen Gebiete durch Beihilfen, die hauptsächlich für die Landwirtschaft bestimmt sind. Das Budget für 2021-2027 beträgt 534 Millionen Euro, die von der EU und der Wallonie gemeinsam finanziert werden. Flächenbezogene Beihilfen fördern den ökologischen Landbau, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen [AUKM] und Natura-2000-Gebiete. Nicht flächenbezogene Beihilfen (43 %) unterstützen die Niederlassung von Junglandwirten und Investitionen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit des Agrarsektors zu stärken.

Direktzahlungen

Zusammengefasst: Die Direktzahlungen 2023-2027 in der Wallonie garantieren den Landwirten ein Sicherheitsnetz durch vier entkoppelte Beihilfen: Grundbeihilfe, Umverteilungsbeihilfe, Beihilfe für Junglandwirte und Öko-Regelungen. Sie werden durch gekoppelte Beihilfen für Viehzucht und Pflanzeneiweiß verstärkt. Bei jeder Auszahlung werden die verstärkten Cross-Compliance-Regelungen zur Förderung der Nachhaltigkeit eingehalten.

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