Aktive Bevölkerung

Dieses Faktenblatt befasst sich mit den landwirtschaftlichen Arbeitskräften, d. h. mit der Gesamtzahl der in diesem Sektor in der Wallonie beschäftigten Personen sowie mit ihrer durchschnittlichen Anzahl pro Betrieb, je nach technisch-wirtschaftlicher Ausrichtung oder Verteilung über das Gebiet. Auch die Übergabe von Betrieben wird thematisiert.

Seit 1990 hat die Wallonie die Hälfte ihrer Arbeitskräfte verloren. Im Jahr 2020 zählt die Wallonie noch etwa 22.000 reguläre landwirtschaftliche Erwerbstätige. Im Durchschnitt arbeiteten 2,2 Personen pro Betrieb, davon 0,4 Gelegenheitsarbeiter. Trotz der insgesamt höheren Anzahl an Arbeitskräften in größeren Betrieben ist festzustellen, dass diese, wenn man diesen Parameter auf den Hektar herunterbricht, weniger Arbeitskräfte benötigen. Der Gartenbau ist der Sektor, der die meisten Arbeitskräfte benötigt, mit durchschnittlich 5 mal mehr Personen auf einer 2,5 mal kleineren Fläche.

Geschlecht in der Landwirtschaft

Dieses Faktenblatt behandelt die Geschlechterfrage in der Landwirtschaft aus Sicht der Mitgliederzahl, der Rolle, die sie im Betrieb spielen etc. Außerdem wird ein Fokus auf die Betriebsleiter/innen und ihre Merkmale (Geschlecht, Alter, Bildungsniveau usw.) gelegt. 

Frauen machen 29 % der regulären Arbeitskräfte aus und nehmen in den wallonischen Landwirtschaftsbetrieben hauptsächlich die Rolle der Ehefrau ein. Die meisten Männer dahingegen sind Betriebsleiter und leiten 84 % der Betriebe. Wenn Frauen einen Betrieb leiten, dann überwiegend in kleineren Betrieben, die auf Ackerbau oder Fleischrinder spezialisiert sind. Sie sind in der Regel älter und weniger gut ausgebildet als ihre männlichen Kollegen.

Art der Arbeitskräfte

Dieses Faktenblatt behandelt die verschiedenen Kategorien von Arbeitskräften, die in der Wallonie anzutreffen sind, und ihre Besonderheiten (Geschlecht, Alter, Bildungsniveau): reguläre Arbeitskräfte, unabhängig davon, ob es sich um Familienangehörige (Landwirte, Ehepartner und andere) oder sonstige Arbeitskräfte handelt, und Saisonarbeitskräfte.

Die wallonische Landwirtschaft ist ein familiäres Arbeitsumfeld: 93 % der regelmäßig Erwerbstätigen gehören zur Familie. Es handelt sich um eine relativ individuelle Tätigkeit, da praktisch zwei Drittel der Landwirte ohne zusätzliche Arbeitskräfte arbeiten. Der typische wallonische Betrieb wird von einem Mann geführt, der 55 Jahre alt ist und ausschließlich über praktische Erfahrung verfügt. Die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte sind überwiegend männlich (71 % der regulären Erwerbstätigen). Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind, besitzen in der Regel den „Status“ der Ehepartnerin.

Arbeitszeit

Dieses Faktenblatt behandelt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in wallonischen Betrieben zunächst insgesamt und dann pro Betrieb. Dieses Faktenblatt behandelt das Thema Arbeitszeit anhand des Konzepts der Arbeitskräfteeinheit [AKE], das dem in anderen Wirtschaftszweigen verwendeten Begriff des Vollzeitäquivalents [VZÄ] entspricht.

Im Jahr 2020 werden 15.000 AKE in der Landwirtschaft gezählt, d. h. 1,19 AKE pro Betrieb. Im Durchschnitt bewirtschaftet eine AKE 49 ha, was jedoch je nach technisch-wirtschaftlicher Ausrichtung und Größe des Betriebs stark variieren kann. Je größer der Betrieb ist, desto weniger Arbeitskräfte werden pro Größeneinheit (Fläche und/oder Viehbestand) benötigt.

Junge Menschen in der wallonischen Landwirtschaft

Dieses Blatt behandelt in der Landwirtschaft tätige junge Arbeitnehmer. Es stellt die Situation der Junglandwirte nach Alter, Alter bei der Übernahme, Ausbildungsniveau, sozialem Status sowie nach Geschlecht dar. Außerdem wird die Situation der Betriebe, in denen sich diese jungen Menschen befinden, nach den betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen [BWA], ihrer geografischen Verteilung, den verfügbaren Produktionsmitteln (Viehbestand, Fläche) und dem Rechtsstatus dargestellt. Abschließend wird die Unterstützung analysiert, die diesen Betrieben im Rahmen des Strategieplans der Gemeinsamen Agrarpolitik [GAP] gewährt wird.

Im Jahr 2023 werden in der Landwirtschaft tätige junge Menschen 17,2 % der regulären Arbeitskräfte in der Wallonie ausmachen. Sie üben ihre Tätigkeit hauptsächlich als Hauptberuf aus. Sie sind in der Regel in der Landwirtschaft ausgebildet. Sie lassen sich im Durchschnitt im Alter von 26,4 Jahren nieder.

Die Betriebe, in denen diese jungen Menschen arbeiten, machen 20,7 % der landwirtschaftlichen Betriebe aus und belegen 25 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche [LNF] in der Wallonie. Die Rinderzucht bleibt ein wichtiger Sektor bei den wallonischen Junglandwirten. 29,5 % der Beihilfen aus dem GAP-Strategieplan fließen in von jungen Menschen geführte Betriebe.

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