Aktive Bevölkerung

Dieses Faktenblatt befasst sich mit den landwirtschaftlichen ArbeitskrĂ€ften, d. h. mit der Gesamtzahl der in diesem Sektor in der Wallonie beschĂ€ftigten Personen sowie mit ihrer durchschnittlichen Anzahl pro Betrieb, je nach technisch-wirtschaftlicher Ausrichtung oder Verteilung ĂŒber das Gebiet. Auch die Übergabe von Betrieben wird thematisiert.

Seit 1990 hat die Wallonie die HĂ€lfte ihrer ArbeitskrĂ€fte verloren. Im Jahr 2020 zĂ€hlt die Wallonie noch etwa 22.000 regulĂ€re landwirtschaftliche ErwerbstĂ€tige. Im Durchschnitt arbeiteten 2,2 Personen pro Betrieb, davon 0,4 Gelegenheitsarbeiter. Trotz der insgesamt höheren Anzahl an ArbeitskrĂ€ften in grĂ¶ĂŸeren Betrieben ist festzustellen, dass diese, wenn man diesen Parameter auf den Hektar herunterbricht, weniger ArbeitskrĂ€fte benötigen. Der Gartenbau ist der Sektor, der die meisten ArbeitskrĂ€fte benötigt, mit durchschnittlich 5 mal mehr Personen auf einer 2,5 mal kleineren FlĂ€che.

Arbeitszeit

Dieses Faktenblatt behandelt die tatsĂ€chlich geleistete Arbeitszeit in wallonischen Betrieben zunĂ€chst insgesamt und dann pro Betrieb. Dieses Faktenblatt behandelt das Thema Arbeitszeit anhand des Konzepts der ArbeitskrĂ€fteeinheit [AKE], das dem in anderen Wirtschaftszweigen verwendeten Begriff des VollzeitĂ€quivalents [VZÄ] entspricht.

Im Jahr 2020 werden 15.000 AKE in der Landwirtschaft gezĂ€hlt, d. h. 1,19 AKE pro Betrieb. Im Durchschnitt bewirtschaftet eine AKE 49 ha, was jedoch je nach technisch-wirtschaftlicher Ausrichtung und GrĂ¶ĂŸe des Betriebs stark variieren kann. Je grĂ¶ĂŸer der Betrieb ist, desto weniger ArbeitskrĂ€fte werden pro GrĂ¶ĂŸeneinheit (FlĂ€che und/oder Viehbestand) benötigt.

Art der ArbeitskrÀfte

Dieses Faktenblatt behandelt die verschiedenen Kategorien von ArbeitskrÀften, die in der Wallonie anzutreffen sind, und ihre Besonderheiten (Geschlecht, Alter, Bildungsniveau): regulÀre ArbeitskrÀfte, unabhÀngig davon, ob es sich um Familienangehörige (Landwirte, Ehepartner und andere) oder sonstige ArbeitskrÀfte handelt, und SaisonarbeitskrÀfte.

Die wallonische Landwirtschaft ist ein familiĂ€res Arbeitsumfeld: 93 % der regelmĂ€ĂŸig ErwerbstĂ€tigen gehören zur Familie. Es handelt sich um eine relativ individuelle TĂ€tigkeit, da praktisch zwei Drittel der Landwirte ohne zusĂ€tzliche ArbeitskrĂ€fte arbeiten. Der typische wallonische Betrieb wird von einem Mann gefĂŒhrt, der 55 Jahre alt ist und ausschließlich ĂŒber praktische Erfahrung verfĂŒgt. Die landwirtschaftlichen ArbeitskrĂ€fte sind ĂŒberwiegend mĂ€nnlich (71 % der regulĂ€ren ErwerbstĂ€tigen). Frauen, die in der Landwirtschaft tĂ€tig sind, besitzen in der Regel den „Status“ der Ehepartnerin.

question-circle.svg

Sie haben nicht gefunden, wonach Sie suchen?

ZurĂŒck zu den Themen